Krafttraining Übungen erklärt – Lexikon für Technik, Muskelaufbau & Fortschritt

Krafttraining bedeutet mehr als nur Gewichte zu bewegen. Entscheidend sind eine saubere Technik, kontrollierte Bewegungen und das Verständnis dafür, welche Muskeln tatsächlich arbeiten. In meinem Krafttraining Lexikon findest du die wichtigsten Übungen für Brust, Schultern, Rücken, Arme, Beine und Bauch – mit deutscher und englischer Bezeichnung, beanspruchten Muskelgruppen und praktischen Hinweisen zur korrekten Ausführung.

🎯 Trainingsziele im Überblick

💪 Muskelaufbau
Hypertrophie durch moderate Gewichte
und saubere Technik.

Kraftaufbau
Schwere Gewichte und weniger
Wiederholungen.

🔥 Definition
Mehr Wiederholungen und
kontrollierte Bewegungen.

❤️ Gesundheit
Mehr Stabilität, Energie
und Leistungsfähigkeit.

✅ Tipps für dein Training

Regelmäßig trainieren
3–5 Einheiten pro Woche sind ideal.

Belastung steigern
Langsam Gewicht oder
Wiederholungen erhöhen.

Technik beachten
Saubere Ausführung vor
maximalem Gewicht.

Regeneration
Schlaf und Ernährung
unterstützen Fortschritt.

🎯 Disziplin heute – Stärker morgen.

Konstant bleiben und jeden Tag besser werden.

Günter Wiestner

🏋️ Krafttraining Übungen erklärt

Jede Übung erklärt mit Technik, Hauptmuskelgruppen und wichtigen Ausführungshinweisen.

Ein effektives Krafttraining beginnt nicht erst mit dem ersten Satz. Mobilität und Aufwärmen bereiten Gelenke, Muskeln und Nervensystem auf die Belastung vor. Die folgenden Übungen bilden die Grundlage für mein persönliches Krafttraining und zeigen die korrekte Ausführung der wichtigsten Bewegungsmuster.

🌉 Bridges (Brücke)

Englischer Name: Bridge Exercise / Glute Bridge / Back Bridge

Ausführung:
Bei der klassischen Bridge wird der Körper aus einer liegenden Position über die Kraft von Rücken, Gesäß und Rumpf angehoben. Die Hüfte wird nach oben gedrückt, während Schultern und Füße stabil am Boden bleiben.

Je nach Variante kann die Übung als Mobilisationsübung oder als Kräftigungsübung ausgeführt werden.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Gesäßmuskulatur (Gluteus)
  • Rückenstrecker
  • Hintere Oberschenkelmuskulatur
  • Bauch- und Rumpfmuskulatur

Trainingstipp:
Nicht nur hochdrücken, sondern bewusst die Wirbelsäule mobilisieren und die Hüfte vollständig öffnen. Besonders nach langem Sitzen ist diese Übung wertvoll.


🤸 Hampelmann

Englischer Name: Jumping Jack

Ausführung:
Beim Hampelmann wird aus dem Stand gleichzeitig mit einem Sprung die Beinposition geöffnet und die Arme über den Kopf geführt. Anschließend erfolgt die Rückkehr in die Ausgangsposition.

Die Übung bringt schnell den Kreislauf in Schwung und eignet sich ideal als allgemeines Aufwärmen.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Beine
  • Schultern
  • Arme
  • Rumpfmuskulatur
  • Herz-Kreislauf-System

Trainingstipp:
Die Bewegung gleichmäßig durchführen und weich landen. Nicht maximal schnell starten – das Ziel ist die Aktivierung des Körpers.


🥊 Luftboxen

Englischer Name: Shadow Boxing

Ausführung:
Beim Luftboxen werden Schlagkombinationen ohne Gegner oder Gewicht ausgeführt. Dabei werden Arme, Schultern und Oberkörper aktiv bewegt. Durch leichte Fußarbeit entsteht zusätzlich eine koordinative Belastung.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Schultern
  • Arme
  • Brustmuskulatur
  • Rumpfrotation
  • Beine durch Bewegung

Trainingstipp:
Nicht nur mit den Armen arbeiten. Eine gute Körperrotation aus Hüfte und Oberkörper macht die Bewegung effektiver und verbessert Koordination und Beweglichkeit.


🔄 Armkreisen nach vorne und hinten

Englischer Name: Forward & Backward Arm Circles

Ausführung:
Die Arme werden mit leicht ausgestreckten Ellbogen in kreisenden Bewegungen nach vorne und anschließend nach hinten geführt.

Die Bewegung dient vor allem der Mobilisierung des Schultergelenks.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Schultergelenk
  • Rotatorenmanschette
  • Brustmuskulatur unterstützend
  • Oberer Rücken

Trainingstipp:
Mit kleinen Kreisen beginnen und langsam größer werden. Die Bewegung sollte kontrolliert und ohne Schwung erfolgen.


🔄 Schulterkreisen

Englischer Name: Shoulder Rolls

Ausführung:
Die Schultern werden langsam nach vorne und hinten gekreist. Dabei werden Verspannungen gelöst und die Schultergelenke auf Belastung vorbereitet.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Schulterbereich
  • Trapezmuskel
  • Nackenmuskulatur
  • Oberer Rücken

Trainingstipp:
Besonders vor Druckübungen wie Bankdrücken oder Schulterpressen sinnvoll, um die Schulterbeweglichkeit zu verbessern.


🔄 Hüftkreisen

Englischer Name: Hip Circles

Ausführung:
Beim Hüftkreisen wird das Becken in kreisenden Bewegungen bewegt. Dabei werden Hüftgelenke mobilisiert und die Beweglichkeit im unteren Körperbereich verbessert.

Beanspruchte Bereiche:

  • Hüftgelenke
  • Hüftbeuger
  • Gesäßmuskulatur
  • Unterer Rücken

Trainingstipp:
Langsame, große Bewegungen ausführen. Die Hüfte sollte locker bleiben und nicht nur aus dem Oberkörper bewegt werden.


🔄 Kopfkreisen

Englischer Name: Neck Circles

Ausführung:
Der Kopf wird langsam und kontrolliert kreisförmig bewegt, um die Halswirbelsäule zu mobilisieren.

Beanspruchte Bereiche:

  • Nackenmuskulatur
  • Halswirbelsäule
  • obere Schultermuskulatur

Trainingstipp:
Nicht aggressiv oder schnell kreisen. Besonders im Nackenbereich sind langsame Bewegungen wichtig.


↔️ Diagonale Rumpfbeuge im Stand

Englischer Name: Standing Diagonal Torso Twist / Standing Cross Crunch

Ausführung:
Aus dem Stand wird der Oberkörper diagonal nach vorne bewegt, indem beispielsweise die rechte Schulter Richtung linkes Knie geführt wird und anschließend die Seite gewechselt wird.

Die Übung kombiniert Mobilität mit leichter Rumpfaktivierung.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Seitliche Bauchmuskeln
  • Gerade Bauchmuskulatur
  • Rückenrotation
  • Hüftmuskulatur

Trainingstipp:
Die Bewegung kontrolliert ausführen und nicht reißen. Die Rotation sollte aus dem Oberkörper kommen, während die Hüfte stabil bleibt.


🧠 Aufwärmen & Mobilität – Grundprinzip

Ein gutes Aufwärmen bereitet den Körper nicht nur körperlich, sondern auch mental auf das Training vor.

Eine sinnvolle Reihenfolge:

🔵 Kreislauf aktivieren

  • Hampelmann
  • Luftboxen

🔵 Gelenke mobilisieren

  • Armkreisen
  • Schulterkreisen
  • Hüftkreisen
  • Kopfkreisen

🔵 Körper aktivieren

  • Bridges
  • Diagonale Rumpfbeugen

Gerade vor Krafttraining helfen diese Übungen dabei, die Bewegungsqualität zu verbessern und den Körper auf Belastungen vorzubereiten.

🫁 Brust – Krafttraining Übungen


🏋️ Bankdrücken (Langhantel / Kurzhantel)

Englischer Name:
Barbell Bench Press / Dumbbell Bench Press

Ausführung:
Das Bankdrücken ist eine der bekanntesten Grundübungen für den Aufbau der Brustmuskulatur. Du liegst auf einer flachen Bank, die Füße stehen stabil auf dem Boden. Die Langhantel oder Kurzhanteln werden kontrolliert zur Brust abgesenkt und anschließend kraftvoll nach oben gedrückt. Wichtig ist eine stabile Schulterposition und eine kontrollierte Bewegung ohne Schwung.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Große Brustmuskulatur (Musculus pectoralis major)
  • Vorderer Schulterbereich (Musculus deltoideus anterior)
  • Trizeps

Trainingstipp:
Nicht das maximale Gewicht entscheidet über den Muskelaufbau, sondern die saubere Bewegung. Eine kontrollierte Abwärtsbewegung und bewusste Brustanspannung verbessern den Trainingseffekt.


🏋️ Schrägbankdrücken (Langhantel / Kurzhantel)

Englischer Name:
Incline Bench Press / Incline Dumbbell Press

Ausführung:
Beim Schrägbankdrücken wird die Bank leicht nach oben gestellt (meist 30–45 Grad). Dadurch verändert sich der Winkel und der obere Bereich der Brust wird stärker belastet. Die Gewichte werden langsam abgesenkt und explosiv nach oben gedrückt, ohne die Spannung in der Brust zu verlieren.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Obere Brustmuskulatur
  • Vorderer Schulterbereich
  • Trizeps

Trainingstipp:
Eine zu steile Bank verschiebt die Belastung zunehmend auf die Schulter. Ein moderater Winkel sorgt für die beste Brustaktivierung.


🦋 Butterfly im Liegen

Englischer Name:
Dumbbell Fly / Lying Chest Fly

Ausführung:
Beim Butterfly im Liegen werden zwei Kurzhanteln mit leicht gebeugten Armen seitlich abgesenkt und anschließend wieder über der Brust zusammengeführt. Die Bewegung erfolgt aus der Brustmuskulatur heraus, nicht aus den Armen.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Große Brustmuskulatur
  • Brust-Innenbereich durch die maximale Kontraktion
  • Vorderer Schulterbereich unterstützend

Trainingstipp:
Diese Übung eignet sich besonders für die bewusste Muskeldehnung. Das Gewicht sollte moderat gewählt werden, da die Schultergelenke stark gefordert werden.


🔥 Überzüge auf der Bank mit Kurzhantel

Englischer Name:
Dumbbell Pullover

Ausführung:
Du liegst quer oder längs auf einer Bank und hältst eine Kurzhantel mit beiden Händen über der Brust. Die Hantel wird langsam hinter den Kopf abgesenkt und anschließend wieder zurückgeführt. Die Bewegung erzeugt eine starke Dehnung im Brust- und Oberkörperbereich.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Brustmuskulatur
  • Breiter Rückenmuskel (Latissimus)
  • Serratus anterior (Sägezahnmuskel)
  • Trizeps unterstützend

Trainingstipp:
Nicht zu tief absenken, wenn dadurch die Schulter unangenehm belastet wird. Entscheidend ist die kontrollierte Dehnung.


🤝 Squeeze Press

Englischer Name:
Dumbbell Squeeze Press / Hex Press

Ausführung:
Bei der Squeeze Press werden zwei Kurzhanteln während der gesamten Bewegung fest gegeneinander gedrückt. Dadurch bleibt die Brust dauerhaft unter Spannung. Die Hanteln werden über der Brust abgesenkt und wieder nach oben geführt.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Große Brustmuskulatur
  • Innere Brustfasern durch die dauerhafte Spannung
  • Trizeps

Trainingstipp:
Diese Übung funktioniert besonders gut mit leichteren Gewichten und hoher Muskelspannung. Der Fokus liegt auf der Kontraktion, nicht auf maximalem Gewicht.


🪽 Dumbbell Flyes

Englischer Name:
Dumbbell Chest Fly

Ausführung:
Die Dumbbell Flyes werden meist auf einer flachen Bank ausgeführt. Die Arme werden mit leicht gebeugten Ellenbogen seitlich geöffnet und anschließend wieder kontrolliert über der Brust zusammengeführt. Die Brustmuskulatur arbeitet dabei hauptsächlich durch Dehnung und Zusammenziehen.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Große Brustmuskulatur
  • Vorderer Schulterbereich unterstützend

Trainingstipp:
Die Ellenbogen sollten leicht gebeugt bleiben. Eine saubere Dehnung ist wichtiger als ein hohes Gewicht.


💡 Brusttraining – Grundprinzip

Ein effektives Brusttraining kombiniert am besten:

  • Drückbewegungen → Bankdrücken, Schrägbankdrücken, Squeeze Press
  • Dehnübungen → Flyes, Butterfly
  • Ergänzende Übungen → Überzüge

Damit werden Kraft, Muskelspannung und Bewegungsumfang gleichermaßen trainiert.

🏋️ Schultern – Krafttraining Übungen


🏋️ Schulterpresse stehend / sitzend (Kurzhantel)

Englischer Name: Shoulder Press / Overhead Press / Dumbbell Shoulder Press

Ausführung:
Die Schulterpresse gehört zu den wichtigsten Grundübungen für den Aufbau der Schultermuskulatur. Die Hanteln oder die Langhantel werden aus Schulterhöhe kontrolliert nach oben gedrückt, bis die Arme fast vollständig gestreckt sind. Anschließend wird das Gewicht langsam wieder abgesenkt.

Die Übung kann sitzend mit Rückenlehne oder stehend ausgeführt werden. Die stehende Variante fordert zusätzlich Körperspannung und Stabilität.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Vorderer Schulterkopf (Musculus deltoideus anterior)
  • Seitlicher Schulterkopf (Musculus deltoideus lateralis)
  • Trizeps
  • Rumpfmuskulatur bei stehender Ausführung

Trainingstipp:
Nicht ins Hohlkreuz gehen. Der Bauch sollte angespannt bleiben und die Bewegung aus der Schulter kommen. Kontrollierte Wiederholungen sind wichtiger als maximale Gewichte.


🦾 Arnold Press

Englischer Name: Arnold Dumbbell Press (ist übrigens nach Arnold Schwarzenegger benannt)

Ausführung:
Die Arnold Press ist eine spezielle Variante der Schulterpresse, die nach dem berühmten Bodybuilder Arnold Schwarzenegger benannt wurde. Die Kurzhanteln starten vor dem Gesicht mit nach innen gedrehten Handflächen. Während des Hochdrückens werden die Hände nach außen rotiert, bis die Handflächen nach vorne zeigen.

Beim Absenken erfolgt die Bewegung kontrolliert zurück.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Vorderer Schulterkopf
  • Seitlicher Schulterkopf
  • Hinterer Schulterbereich unterstützend
  • Trizeps

Trainingstipp:
Die Übung sollte nicht mit zu schweren Gewichten ausgeführt werden. Der Vorteil liegt in der kontrollierten Rotation und dem größeren Bewegungsumfang.


🏹 Frontheben (leichtes Gewicht)

Englischer Name: Front Raise

Ausführung:
Beim Frontheben werden Kurzhanteln oder eine Scheibe mit leicht gebeugten Armen vor dem Körper nach oben gehoben. Die Bewegung endet ungefähr auf Schulterhöhe. Anschließend werden die Gewichte langsam abgesenkt.

Der Fokus liegt auf einer kontrollierten Bewegung ohne Schwung aus dem Oberkörper.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Vorderer Schulterkopf
  • Oberer Brustbereich unterstützend
  • Trapezmuskel unterstützend

Trainingstipp:
Beim Frontheben reicht meistens ein geringeres Gewicht. Die Schulter reagiert besonders gut auf saubere Spannung und langsame Wiederholungen.


🪽 Seitenheben (leichtes Gewicht)

Englischer Name: Lateral Raise / Dumbbell Side Raise

Ausführung:
Beim Seitenheben werden die Kurzhanteln seitlich am Körper nach oben geführt, bis die Arme ungefähr parallel zum Boden stehen. Die Ellenbogen bleiben leicht gebeugt. Danach werden die Hanteln langsam abgesenkt.

Diese Übung ist eine der wichtigsten Übungen für eine breitere Schulteroptik.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Seitlicher Schulterkopf (seitliche Schulterbreite)
  • Trapezmuskel unterstützend

Trainingstipp:
Weniger Gewicht ist meistens effektiver. Schwung aus dem Körper reduziert die Belastung der Schulter. Die Bewegung sollte ruhig und kontrolliert erfolgen.


🪖 Military Press

Englischer Name: Military Press / Barbell Overhead Press

Ausführung:
Die Military Press ist eine klassische Kraftübung mit Langhantel. Die Hantel startet auf Höhe der oberen Brust oder Schulter. Aus einer stabilen stehenden Position wird sie senkrecht über den Kopf gedrückt.

Der Körper bleibt angespannt und die Bewegung erfolgt möglichst geradlinig.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Gesamte Schultermuskulatur
  • Vorderer und seitlicher Schulterkopf
  • Trizeps
  • Rumpfstabilität

Trainingstipp:
Die Military Press ist eine anspruchsvolle Ganzkörperübung. Eine saubere Technik ist entscheidend, besonders bei höheren Gewichten. Nicht mit dem Rücken ausweichen oder Schwung holen.


💡 Schultertraining – Grundprinzip

Ein vollständiges Schultertraining sollte alle drei Schulterbereiche abdecken:

🔵 Vordere Schulter:

  • Schulterpresse
  • Arnold Press
  • Frontheben

🔵 Seitliche Schulter:

  • Seitenheben
  • Schulterpresse

🔵 Hintere Schulter:

  • wird häufig zusätzlich durch Rückenübungen wie vorgebeugtes Seitheben trainiert

Für eine athletische Schulterform sind nicht nur schwere Pressübungen entscheidend. Gerade das kontrollierte Training mit leichteren Gewichten beim Seitenheben und Frontheben sorgt für Muskelgefühl, Stabilität und eine ausgewogene Entwicklung.

💪 Bizeps Übungen


💪 Konzentrationscurls

Englischer Name:
Concentration Curl

Ausführung:
Bei Konzentrationscurls sitzt du auf einer Bank und stützt den Ellenbogen des trainierenden Arms an der Innenseite des Oberschenkels ab. Die Kurzhantel wird kontrolliert nach oben bewegt und anschließend langsam wieder abgesenkt.

Durch die stabile Position kann der Bizeps isoliert und sehr bewusst trainiert werden.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Bizeps (Musculus biceps brachii)
  • Brachialis (Armbeuger unter dem Bizeps)
  • Unterarmmuskulatur unterstützend

Trainingstipp:
Nicht mit dem Oberkörper ausweichen. Die Spannung sollte während der gesamten Bewegung im Bizeps bleiben.


🏋️ Curls im Stehen

Englischer Name:
Standing Dumbbell Curl / Barbell Curl

Ausführung:
Beim klassischen Curl im Stehen werden Kurzhanteln oder eine Langhantel aus einer entspannten Armposition nach oben geführt. Die Ellenbogen bleiben möglichst nah am Körper. Danach wird das Gewicht langsam zurückgeführt.

Diese Übung gehört zu den Grundübungen für den Aufbau des Bizeps.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Bizeps
  • Brachialis
  • Unterarmmuskulatur

Trainingstipp:
Der häufigste Fehler ist Schwung aus Rücken und Hüfte. Lieber weniger Gewicht verwenden und jede Wiederholung kontrolliert ausführen.


🔨 Hammercurls

Englischer Name:
Hammer Curl

Ausführung:
Bei Hammercurls zeigen die Handflächen während der gesamten Bewegung nach innen. Die Kurzhanteln werden wie beim Heben eines Hammers nach oben bewegt.

Durch den neutralen Griff wird neben dem Bizeps besonders der darunterliegende Armbeuger beansprucht.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Brachialis
  • Bizeps
  • Brachioradialis (Unterarmmuskel)

Trainingstipp:
Eine langsame Abwärtsbewegung erhöht die Muskelspannung deutlich. Die Ellenbogen bleiben stabil am Körper.


🧠 Bizepstraining – Grundprinzip

Ein effektives Bizepstraining kombiniert verschiedene Bewegungswinkel:

🔵 Isolation:

  • Konzentrationscurls

🔵 Klassischer Muskelaufbau:

  • Stehende Curls

🔵 Mehr Armvolumen und Unterarmkraft:

  • Hammercurls

Der Bizeps reagiert besonders gut auf kontrollierte Wiederholungen, volle Bewegungsamplitude und eine bewusste Muskelkontraktion.


🔥 Trizeps Übungen


🏋️ Liegendes Trizepsdrücken

Englischer Name:
Lying Triceps Extension / Skull Crushers

Ausführung:
Beim liegenden Trizepsdrücken liegst du auf einer Bank und hältst eine Langhantel oder Kurzhanteln über der Brust. Die Ellenbogen bleiben möglichst stabil, während das Gewicht kontrolliert Richtung Stirn oder hinter den Kopf abgesenkt und anschließend wieder nach oben gedrückt wird.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Trizeps (alle drei Köpfe)
  • Ellenbogenstrecker

Trainingstipp:
Die Ellenbogen nicht weit nach außen öffnen. Eine saubere Technik schützt die Gelenke und erhöht die Belastung auf den Trizeps.


🔽 Trizepsdrücken am Kabelzug

Englischer Name:
Cable Triceps Pushdown

Ausführung:
Beim Kabelzug wird eine Stange oder ein Seil nach unten gedrückt, bis die Arme fast vollständig gestreckt sind. Die Ellenbogen bleiben eng am Körper und bewegen sich nicht nach vorne oder hinten.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Trizeps
  • Besonders äußerer und mittlerer Trizepskopf

Trainingstipp:
Am unteren Punkt den Trizeps bewusst anspannen. Nicht mit dem Körpergewicht arbeiten, sondern die Bewegung aus dem Arm durchführen.


🤸 Bank-Dips

Englischer Name:
Bench Dips

Ausführung:
Bei Bank-Dips wird der Körper zwischen zwei Bewegungspositionen abgesenkt und wieder nach oben gedrückt. Die Hände befinden sich hinter dem Körper auf einer Bank.

Die Übung nutzt das eigene Körpergewicht als Widerstand.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Trizeps
  • Untere Brustmuskulatur
  • Vorderer Schulterbereich

Trainingstipp:
Nicht zu tief absenken, wenn die Schulter unangenehm belastet wird. Eine kontrollierte Bewegung ist wichtiger als maximale Tiefe.


⬆️ Trizepsdrücken über Kopf

Englischer Name:
Overhead Triceps Extension

Ausführung:
Bei dieser Übung wird eine Kurzhantel oder ein Kabel über dem Kopf gehalten und durch Beugen des Ellenbogens nach unten abgesenkt. Anschließend wird der Arm wieder vollständig gestreckt.

Durch die Position über dem Kopf wird besonders der lange Trizepskopf gedehnt.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Langer Trizepskopf
  • Gesamter Trizeps

Trainingstipp:
Die Oberarme bleiben möglichst senkrecht und bewegen sich nicht nach vorne. Die Dehnung im Trizeps ist der entscheidende Faktor.


🧠 Trizepstraining – Grundprinzip

Der Trizeps macht den größten Teil des Oberarmumfangs aus. Für einen vollständigen Aufbau sollten verschiedene Bewegungen kombiniert werden:

🔵 Dehnung unter Belastung:

  • Trizepsdrücken über Kopf
  • Skull Crushers

🔵 Kontrollierte Streckbewegung:

  • Kabelzugdrücken

🔵 Körpergewicht:

  • Bank-Dips

Ein starker Trizeps verbessert nicht nur die Armoptik, sondern unterstützt auch alle Druckübungen wie Bankdrücken und Schulterpressen.

🦍 Rücken – Krafttraining Übungen


🏋️ Beidarmiges Rudern mit Kurzhanteln

Englischer Name: Double Dumbbell Row / Bent Over Dumbbell Row

Ausführung:
Beim beidseitigen Rudern mit Kurzhanteln wird der Oberkörper leicht nach vorne geneigt und der Rücken bleibt gerade. Die Kurzhanteln hängen unterhalb der Schultern und werden gleichzeitig nach oben Richtung Hüfte gezogen. Die Ellenbogen führen die Bewegung nach hinten.

Wichtig ist, dass nicht aus den Armen gezogen wird, sondern die Rückenmuskulatur die Bewegung kontrolliert.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Breiter Rückenmuskel (Latissimus dorsi)
  • Trapezmuskel
  • Rhomboiden (Rautenmuskeln zwischen den Schulterblättern)
  • Hintere Schulter
  • Bizeps unterstützend

Trainingstipp:
Die Schulterblätter bewusst nach hinten zusammenziehen. Ein gerader Rücken ist entscheidend, um die Wirbelsäule zu schützen und den Rücken optimal zu treffen.


🔽 Beidarmiges Latziehen am Seilzug

Englischer Name: Cable Lat Pulldown / Wide Grip Lat Pulldown

Ausführung:
Beim Latziehen wird eine Stange oder ein Seilzug mit beiden Händen von oben kontrolliert zur oberen Brust gezogen. Die Brust bleibt leicht aufgerichtet und die Ellenbogen ziehen nach unten und hinten.

Anschließend wird das Gewicht langsam wieder nach oben geführt, ohne die Spannung komplett zu verlieren.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Breiter Rückenmuskel (Latissimus dorsi)
  • Großer Rundmuskel (Teres major)
  • Hintere Schulter
  • Bizeps unterstützend

Trainingstipp:
Nicht mit dem Körper nach hinten reißen. Die Bewegung sollte aus dem Rücken kommen. Stelle dir vor, du ziehst die Ellenbogen nach unten in Richtung Hosentaschen.


🪽 Vorgebeugtes Seitheben

Englischer Name: Bent Over Reverse Fly / Rear Delt Fly

Ausführung:
Beim vorgebeugten Seitheben wird der Oberkörper nach vorne geneigt. Die Kurzhanteln werden mit leicht gebeugten Armen seitlich nach außen geführt. Der Fokus liegt auf der hinteren Schulter und dem oberen Rücken.

Die Bewegung erfolgt langsam und kontrolliert.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Hinterer Schulterkopf (Rear Deltoid)
  • Trapezmuskel
  • Rhomboiden
  • Oberer Rücken

Trainingstipp:
Diese Übung wird häufig zu schwer ausgeführt. Leichte Gewichte und eine saubere Bewegung bringen deutlich mehr Muskelreiz.


🔥 Seitheben-Pulsieren

Englischer Name: Lateral Raise Pulses

Ausführung:
Beim Seitheben-Pulsieren werden die Arme seitlich bis ungefähr Schulterhöhe angehoben. Anschließend werden kleine, kontrollierte Bewegungen in diesem Bereich ausgeführt, ohne die Spannung vollständig abzubauen.

Die Übung erzeugt eine hohe Muskelspannung bei relativ geringem Gewicht.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Seitlicher Schulterkopf
  • Oberer Trapezmuskel unterstützend

Trainingstipp:
Perfekt als Abschlussübung für die Schultern oder den oberen Rücken. Nicht mit Schwung arbeiten – die permanente Spannung ist der entscheidende Faktor.


🏋️ Rumänisches Kreuzheben

Englischer Name: Romanian Deadlift (RDL)

Ausführung:
Beim rumänischen Kreuzheben wird eine Langhantel oder Kurzhanteln aus einer aufrechten Position kontrolliert abgesenkt. Die Hüfte wird nach hinten geschoben, während der Rücken gerade bleibt. Anschließend wird die Hüfte wieder nach vorne gebracht und der Körper aufgerichtet.

Der Fokus liegt auf der hinteren Muskelkette.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Rückenstrecker
  • Beinbeuger (Hamstrings)
  • Gesäßmuskulatur (Gluteus)
  • Unterer Rücken
  • Griffkraft

Trainingstipp:
Nicht aus dem unteren Rücken ziehen. Die Bewegung entsteht durch das Zurückschieben der Hüfte. Eine leichte Dehnung in der hinteren Oberschenkelmuskulatur zeigt die richtige Ausführung.


🧠 Rückentraining – Grundprinzip

Ein kompletter Rückenaufbau benötigt verschiedene Bewegungsmuster:

🔵 Horizontales Ziehen (Rückendichte):

  • Rudern mit Kurzhanteln

🔵 Vertikales Ziehen (Rückenbreite):

  • Latziehen am Kabelzug

🔵 Hintere Schulter & Haltung:

  • Vorgebeugtes Seitheben
  • Seitheben-Pulsieren

🔵 Kraft und hintere Muskelkette:

  • Rumänisches Kreuzheben

Ein starker Rücken verbessert nicht nur die Optik durch mehr Breite und Tiefe, sondern unterstützt auch eine stabile Körperhaltung, bessere Schulterposition und mehr Kraft bei vielen anderen Grundübungen.

🦵 Beine – Krafttraining Übungen


🏋️ Kniebeugen mit Langhantel

Englischer Name: Barbell Squat / Back Squat

Ausführung:
Die Langhantel liegt kontrolliert auf dem oberen Rücken (hintere Schulterpartie). Die Füße stehen etwa schulterbreit auseinander. Die Bewegung beginnt durch das Beugen der Knie und das Absenken der Hüfte nach unten und hinten.

Anschließend wird der Körper kraftvoll wieder nach oben gedrückt. Der Rücken bleibt während der gesamten Bewegung stabil und gerade.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Quadrizeps (vorderer Oberschenkel)
  • Gesäßmuskulatur (Gluteus maximus)
  • Beinbeuger (Hamstrings)
  • Waden unterstützend
  • Rumpfmuskulatur zur Stabilisierung

Trainingstipp:
Die Knie sollten der Richtung der Fußspitzen folgen und nicht nach innen fallen. Eine saubere Technik ist wichtiger als maximales Gewicht.


🦶 Wadenheben auf Holzblock/Buch mit Kurzhantel

Englischer Name: Standing Dumbbell Calf Raise / Single Leg Calf Raise

Ausführung:
Bei dieser Übung steht der Fußballen auf einer erhöhten Fläche wie einem Holzblock oder einer stabilen Erhöhung. Eine Kurzhantel sorgt für zusätzlichen Widerstand.

Die Ferse wird langsam abgesenkt, um die Wade zu dehnen. Anschließend wird die Ferse kontrolliert so weit wie möglich nach oben gedrückt.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Zwillingswadenmuskel (Gastrocnemius)
  • Schollenmuskel (Soleus)
  • Fuß- und Sprunggelenksmuskulatur

Trainingstipp:
Die Bewegung langsam und vollständig ausführen. Nicht federn oder aus dem Fußgelenk springen – die Spannung in der Wade entscheidet über den Trainingseffekt.


🚶 Ausfallschritte mit Kurzhanteln

Englischer Name: Dumbbell Lunges / Walking Lunges

Ausführung:
Mit einer Kurzhantel in jeder Hand wird ein kontrollierter Schritt nach vorne gemacht. Das vordere Bein wird gebeugt, während das hintere Knie Richtung Boden abgesenkt wird.

Danach wird der Körper über die Kraft des vorderen Beins wieder in die Ausgangsposition gedrückt.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Quadrizeps (vorderer Oberschenkel)
  • Gesäßmuskulatur
  • Beinbeuger
  • Waden
  • Rumpfmuskulatur

Trainingstipp:
Der Oberkörper bleibt aufrecht und stabil. Je größer der Schritt, desto stärker wird die Gesäßmuskulatur beansprucht. Kürzere Schritte setzen mehr Fokus auf den vorderen Oberschenkel.


🧠 Beintraining – Grundprinzip

Ein ausgewogenes Beintraining sollte verschiedene Bewegungsmuster abdecken:

🔵 Knie dominante Übungen (Beinkraft):

  • Kniebeugen mit Langhantel
  • Ausfallschritte

🔵 Waden und Stabilität:

  • Wadenheben auf Erhöhung

🔵 Ganzheitlicher Aufbau:
Starke Beine verbessern nicht nur Kraft und Muskelmasse, sondern unterstützen auch die Körperhaltung, Gelenkstabilität und Leistungsfähigkeit bei vielen anderen Übungen.

Gerade im höheren Alter sind kräftige Beine ein wichtiger Faktor für Mobilität, Gleichgewicht und langfristige Selbstständigkeit.

 
 
 

🔥 Bauch & Core – Krafttraining Übungen


🔽 Crunches am Seilzug

Englischer Name: Cable Crunch

Ausführung:
Beim Cable Crunch wird ein Seil am oberen Kabelzug befestigt. Du kniest dich vor den Kabelzug und hältst das Seil seitlich am Kopf. Durch eine kontrollierte Beugung der Wirbelsäule wird der Oberkörper nach unten eingerollt.

Die Bewegung kommt aus der Bauchmuskulatur – nicht aus den Armen oder der Hüfte.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Gerade Bauchmuskulatur (Rectus abdominis)
  • Tiefe Bauchmuskulatur unterstützend

Trainingstipp:
Nicht am Seil ziehen, sondern den Brustkorb Richtung Becken bewegen. Eine langsame Ausführung erzeugt deutlich mehr Spannung.


🦵 Beinheben im Liegen

Englischer Name: Lying Leg Raise

Ausführung:
Du liegst auf dem Rücken und hebst die gestreckten Beine kontrolliert nach oben. Anschließend werden die Beine langsam wieder abgesenkt, ohne die Spannung im Bauch vollständig zu verlieren.

Der untere Bauchbereich arbeitet dabei besonders stark.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Untere Bauchmuskulatur
  • Hüftbeuger
  • Tiefe Rumpfmuskulatur

Trainingstipp:
Der untere Rücken sollte möglichst Kontakt zum Boden behalten. Lieber weniger Wiederholungen mit sauberer Technik als Schwung aus der Hüfte.


🪜 Hängendes Beinheben

Englischer Name: Hanging Leg Raise

Ausführung:
Beim hängenden Beinheben hältst du dich an einer Klimmzugstange oder ähnlichen Vorrichtung fest. Die Beine werden kontrolliert nach oben geführt und anschließend langsam abgesenkt.

Je nach Trainingsstand können die Knie angewinkelt oder die Beine gestreckt werden.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Gerade Bauchmuskulatur
  • Untere Bauchmuskulatur
  • Hüftbeuger
  • Griffkraft und Schulterstabilität

Trainingstipp:
Nicht mit Schwung arbeiten. Die kontrollierte Bewegung macht diese Übung deutlich effektiver.


📐 Sit-ups auf der Schrägbank

Englischer Name: Incline Sit Up / Decline Sit Up

Ausführung:
Auf einer schrägen Bank wird der Oberkörper aus einer tieferen Position nach oben aufgerichtet. Die Bauchmuskulatur zieht den Oberkörper kontrolliert nach oben, anschließend erfolgt die Abwärtsbewegung langsam zurück.

Durch die schräge Position wird die Belastung erhöht.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Gerade Bauchmuskulatur
  • Hüftbeuger unterstützend
  • Rumpfstabilität

Trainingstipp:
Nicht am Nacken ziehen. Die Bewegung sollte aus dem Bauch kommen, während der Kopf in einer natürlichen Position bleibt.


🔄 Klappmesser

Englischer Name: V-Up / Jackknife Sit Up

Ausführung:
Beim Klappmesser werden Oberkörper und Beine gleichzeitig angehoben, sodass der Körper am höchsten Punkt eine „V“-Form bildet. Danach werden Arme und Beine wieder kontrolliert abgesenkt.

Die Übung kombiniert obere und untere Bauchmuskulatur.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Gesamte Bauchmuskulatur
  • Hüftbeuger
  • Tiefe Rumpfmuskulatur

Trainingstipp:
Die Bewegung kontrolliert ausführen und nicht mit Schwung arbeiten. Die Spannung sollte während der gesamten Übung erhalten bleiben.


⬆️ Beine in die Luft hochdrücken

Englischer Name: Reverse Crunch / Hip Raise

Ausführung:
Bei dieser Übung liegen die Beine angewinkelt oder gestreckt nach oben. Aus dieser Position wird das Becken leicht vom Boden abgehoben und nach oben gedrückt.

Der Fokus liegt auf dem Einrollen des Beckens durch die Bauchmuskulatur.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Untere Bauchmuskulatur
  • Gerade Bauchmuskulatur
  • Tiefer Core-Bereich

Trainingstipp:
Die Bewegung ist klein, aber intensiv. Nicht mit den Beinen schwingen – das Becken soll durch die Bauchspannung angehoben werden.


🧘 Planks (Unterarmstütz)

Englischer Name: Front Plank

Ausführung:
Beim klassischen Plank befindet sich der Körper in einer geraden Linie auf Unterarmen und Fußspitzen. Bauch, Gesäß und Rücken werden aktiv angespannt, während die Position gehalten wird.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Gesamte Core-Muskulatur
  • Gerade und seitliche Bauchmuskeln
  • Rückenstrecker
  • Schulterstabilisatoren

Trainingstipp:
Nicht ins Hohlkreuz fallen. Der Körper sollte eine stabile Linie bilden. Qualität ist wichtiger als maximale Haltezeit.


↔️ Seitliche Planks

Englischer Name: Side Plank

Ausführung:
Beim seitlichen Plank stützt du dich auf einem Unterarm ab und hältst den Körper seitlich in einer geraden Linie. Die Hüfte bleibt angehoben und die seitliche Bauchmuskulatur arbeitet dauerhaft.

Beanspruchte Muskulatur:

  • Seitliche Bauchmuskulatur (Obliques)
  • Tiefe Rumpfmuskulatur
  • Hüftstabilisatoren
  • Schulter

Trainingstipp:
Die Hüfte nicht absinken lassen. Eine stabile Seitenposition stärkt besonders die Rumpfstabilität und verbessert die Kraftübertragung bei vielen Kraftübungen.


🧠 Bauchtraining – Grundprinzip

Ein effektives Core-Training besteht nicht nur aus klassischen Crunches. Ein starker Bauch benötigt verschiedene Bewegungsmuster:

🔵 Beugung der Wirbelsäule:

  • Cable Crunch
  • Sit-ups
  • Klappmesser

🔵 Untere Bauchmuskulatur & Beckenbewegung:

  • Beinheben
  • Reverse Crunch
  • Heben der Beine nach oben

🔵 Stabilität und Körperspannung:

  • Planks
  • Side Planks

Eine starke Körpermitte ist die Grundlage für fast jede Kraftübung. Sie verbessert die Haltung, schützt die Wirbelsäule und ermöglicht eine bessere Kraftübertragung bei Kniebeugen, Kreuzheben, Rudern und vielen anderen Übungen. 💪

Regelmäßiges Training von 3–5 Einheiten pro Woche kann effektiven Muskelaufbau ermöglichen. Entscheidend sind Trainingsqualität, Regeneration und eine ausreichende Eiweißversorgung.

Eine saubere Technik ist wichtiger als maximale Gewichte. Kontrollierte Bewegungen sorgen für bessere Muskelaktivierung und reduzieren das Verletzungsrisiko.

Die optimale Anzahl an Wiederholungen hängt vom Trainingsziel ab. Für klassischen Muskelaufbau liegt ein sinnvoller Bereich meistens zwischen 6 und 15 Wiederholungen pro Satz. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der Wiederholungen, sondern dass der Muskel kontrolliert belastet wird und die letzten Wiederholungen spürbar fordernd sind.

Schwere Gewichte mit weniger Wiederholungen fördern vor allem den Kraftaufbau, während moderat schwere Gewichte mit mehr Wiederholungen besonders für den Muskelaufbau geeignet sind. Eine saubere Ausführung und eine kontinuierliche Steigerung der Belastung sind wichtiger als einfach nur möglichst viele Wiederholungen zu absolvieren.

Ja. Kurzhanteln sind ein sehr effektives Trainingsmittel für den Muskelaufbau und bieten gegenüber Langhanteln sogar einige Vorteile. Durch die unabhängige Bewegung beider Arme oder Beine müssen die Muskeln stärker stabilisieren und ausgleichen.

Mehr Gewicht bedeutet nicht automatisch mehr Fortschritt. Eine unsaubere Bewegung kann dazu führen, dass andere Muskelgruppen die Arbeit übernehmen und der eigentlich trainierte Muskel weniger effektiv belastet wird.

Eine kontrollierte Ausführung sorgt dafür, dass der Zielmuskel optimal arbeitet, verbessert die Muskelaktivierung und reduziert gleichzeitig das Verletzungsrisiko. Besonders beim Krafttraining ab 50 oder 60 Jahren ist eine saubere Technik entscheidend, weil Gelenke, Sehnen und Bänder mehr Aufmerksamkeit benötigen.

Der wichtigste Grundsatz lautet: Qualität vor Quantität.

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