Base und Soneium: Warum ich bei zwei möglichen Airdrops gut positioniert bin
Wer sich länger mit Airdrops beschäftigt, kennt das Problem: Sobald irgendwo Gerüchte über einen möglichen Token auftauchen, beginnt plötzlich die große Aktivität. Wallets werden angelegt, ein paar Transaktionen durchgeführt und anschließend wird darauf gehofft, bei einer möglichen Verteilung berücksichtigt zu werden.
Bei Base und Soneium sieht die Sache für mich etwas anders aus. Ich bin in beiden Ökosystemen schon länger aktiv und habe dort über Monate beziehungsweise Jahre einen Onchain-Fußabdruck aufgebaut. Ob daraus irgendwann tatsächlich ein Airdrop entsteht und nach welchen Kriterien dieser verteilt würde, weiß heute niemand. Trotzdem gehören Base und Soneium momentan zu den Projekten, bei denen ich meine bisherige Position interessant finde.
Soneium: Zwölf Seasons und fast alle Badges dabei
Bei Soneium war ich über viele Monate regelmäßig aktiv und habe das komplette Soneium-Score-Programm mitgemacht. Inzwischen sind zwölf Seasons abgeschlossen. Bis auf den ersten Badge habe ich aus allen Seasons den jeweiligen NFT beziehungsweise SBT-Badge erhalten. Das war nicht mit einer einzelnen Transaktion erledigt. Soneium Score läuft in 28-Tage-Zyklen und berücksichtigt unter anderem regelmäßige Onchain-Aktivität, aktive Tage, Liquidität, bestimmte NFTs sowie wechselnde Bonus-Aktivitäten innerhalb des Ökosystems. Ab einem Score von 80 Punkten qualifiziert man sich für den jeweiligen Soulbound Badge, der dauerhaft mit der Wallet verbunden bleibt.
Gerade in den letzten Seasons war ich ziemlich konstant unterwegs. Meine Scores lagen beispielsweise bei 96 Punkten in Season 9, 92 in Season 10, 93 in Season 11 und 91 in Season 12. Für mich ist aber weniger ein einzelner hoher Score interessant als die Tatsache, dass sich inzwischen eine längere Historie angesammelt hat.
Ein weiterer Grund, warum ich Soneium weiter beobachte, ist das Unternehmen hinter dem Netzwerk. Soneium wird von Sony Block Solutions Labs entwickelt, einem Unternehmen von Sony Group und Startale Group. Das ist natürlich keine Garantie für einen Token und schon gar nicht für einen Airdrop. Es ist für mich aber ein Grund, dieses Ökosystem ernster zu nehmen als irgendeine kurzfristig auftauchende neue Chain.
Wichtig ist mir dabei eine Einschränkung: Soneium selbst bezeichnet sein Score-System ausdrücklich nicht als einmaligen Airdrop-Mechanismus. Die Badges dokumentieren zunächst einmal die Teilnahme und Onchain-Reputation innerhalb des Ökosystems. Ob diese Historie irgendwann bei einer Token-Verteilung eine Rolle spielt, ist Spekulation.
Ich sehe meine bisherigen Aktivitäten deshalb eher als Positionierung. Falls irgendwann etwas kommt, ist meine Historie vorhanden. Falls nichts kommt, habe ich trotzdem über zwölf Seasons hinweg eines der für mich interessanteren neuen Web3-Ökosysteme intensiv genutzt.
Base: Hier reicht meine Geschichte wesentlich weiter zurück
Noch interessanter ist für mich Base. Dort bin ich seit rund zwei Jahren aktiv und Base hat sich in dieser Zeit zu meinem wichtigsten Ökosystem für praktische Web3-Experimente entwickelt.
Wer meine bisherigen Beiträge verfolgt hat, weiß, dass es dabei längst nicht mehr nur um Swaps oder möglichst viele Transaktionen geht. Bereits in meinem Artikel „BASE: Warum On-Chain-Aktivität jetzt zählt“ habe ich mich mit der Frage beschäftigt, welche Rolle eine längerfristige Wallet-Historie bei zukünftigen Rewards spielen könnte.
Seitdem bin ich wesentlich tiefer gegangen. Meine Wallet besitzt mit gingi.base.eth einen eigenen Basename, ich habe eine Coinbase Verified ID und verschiedene Onchain-Verifizierungen aufgebaut und bin im Base-Guild aktiv. Mein Onchain Score liegt aktuell bei 74 von 100 Punkten, wobei der Score seit Monaten nicht aktualisiert wurde und deshalb noch wesentlich höher sein sollte..
Noch wichtiger ist für mich aber die Builder-Seite. Ich wollte Base irgendwann nicht mehr nur benutzen, sondern verstehen, was man auf dieser Infrastruktur tatsächlich selbst bauen kann. Daraus entstanden eigene Smart Contracts, NFTs, Onchain-Attestierungen und Experimente mit Account Abstraction und Paymastern. Diese Entwicklung habe ich ausführlich in „Onchain auf Base: Wie ich Smart Contracts, NFTs & Account Abstraction in die Praxis umgesetzt habe“ dokumentiert.
Dazu kam mein eigenes Luisli-Gold-Projekt. Mit $LGOLD habe ich einen eigenen Token auf Base umgesetzt und dabei vom Smart Contract über Basescan bis zu einer eigenen Webanwendung verschiedene Teile des Ökosystems praktisch durchgespielt. Für mich ist genau das der Unterschied zwischen kurzfristigem Airdrop-Farming und einer Wallet, die über längere Zeit tatsächlich benutzt wurde.
Warum Base inzwischen besonders spannend geworden ist
Lange Zeit war die Ausgangslage bei Base ziemlich eindeutig: Ein eigener Network Token war nicht geplant. Inzwischen hat sich das geändert. Base hat offiziell bestätigt, dass man die Einführung eines Network Tokens untersucht.
Mehr allerdings auch nicht.
Es gibt derzeit weder einen bestätigten Airdrop noch veröffentlichte Kriterien für eine mögliche Verteilung. Ebenso wenig ist bekannt, wann ein Token kommen könnte oder wie dieser gestaltet wäre. Deshalb halte ich wenig davon, heute schon irgendwelche vermeintlich sicheren Airdrop-Checklisten abzuarbeiten.
Interessant wird für mich vielmehr die Frage, welche Signale Base bei einer möglichen Verteilung überhaupt berücksichtigen könnte. Reine Transaktionszahlen wären dabei nur eine Möglichkeit. Onchain-Identität, Builder-Aktivität, langfristige Nutzung und Sybil Resistance könnten genauso interessant werden.
Genau mit diesem Thema habe ich mich zuletzt in meinem Beitrag „Onchain Sybil Resistance: Schluss mit Airdrop-Bots“ beschäftigt. Meine Wallet ist verifiziert und besitzt inzwischen eine ziemlich umfangreiche Historie. Ob genau diese Faktoren bei einem möglichen Base-Airdrop zählen werden, weiß ich nicht. Aber falls Base langfristige und echte Nutzung von kurzfristigem Farming unterscheiden möchte, dürfte eine solche Historie zumindest nicht schaden.
Zwei Projekte, bei denen ich jetzt nicht mehr viel erzwingen möchte
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt bei meiner aktuellen Positionierung: Ich habe bei beiden Netzwerken nicht das Gefühl, jetzt hektisch Aktivität erzeugen zu müssen.
Bei Soneium liegen zwölf Seasons hinter mir. Die Scores und Badges sind vorhanden. Bei Base reicht meine Aktivität rund zwei Jahre zurück und umfasst inzwischen wesentlich mehr als ein paar Swaps. Smart Contracts, NFTs, Builder-Aktivitäten, Basename, Verifizierungen und mein eigenes Projekt lassen sich nicht nachträglich innerhalb einer Woche erzeugen.
Natürlich werde ich beide Ökosysteme weiter nutzen und beobachten. Aber ich möchte nicht anfangen, sinnlose Transaktionen durchzuführen, nur weil irgendwo wieder eine neue Liste vermeintlicher Airdrop-Kriterien auftaucht.
Ob Soneium irgendwann einen Token verteilt, weiß ich nicht. Bei Base wissen wir inzwischen zumindest offiziell, dass ein Network Token untersucht wird – aber auch dort gibt es keine Garantie für einen Airdrop.
Wenn am Ende bei einem oder sogar bei beiden Projekten nichts kommt, war die Zeit für mich trotzdem nicht umsonst. Gerade bei Base habe ich in den vergangenen zwei Jahren enorm viel über Onchain-Anwendungen, Smart Contracts und Web3-Infrastruktur gelernt.
Und wenn doch etwas kommt, wird es interessant zu sehen, was eine über längere Zeit gewachsene Onchain-Historie tatsächlich wert ist.
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.