Wenn ich mir das neue Cybercab von Tesla ansehe, habe ich zum ersten Mal wirklich das Gefühl: Die autonome Zukunft hat begonnen.
Kein Lenkrad. Keine Pedale. Kein Fahrer. Das Cybercab wurde von Anfang an dafür gebaut, Menschen autonom von A nach B zu bringen. Seit Anfang September können in Austin bereits Fahrgäste damit fahren. In Texas sind inzwischen 45 dieser Fahrzeuge registriert. Das ist natürlich noch keine Massenflotte – aber für mich ist die entscheidende Grenze überschritten: Das hier ist nicht mehr nur ein Prototyp auf einer Messe. Die Fahrzeuge sind auf der Straße unterwegs.
Tesla zeigt auf X selbst, wie diese Zukunft aussieht.
Und genau da beginnt für mich das eigentlich Faszinierende. Heute fährt Papa mit dem Auto zur Arbeit, Mama zum Einkaufen, die Tochter zum Sport oder der Sohn irgendwohin zu Freunden. In einer autonomen Zukunft könnte das Auto solche Fahrten selbst übernehmen. Man steigt ein, nennt sein Ziel – und wird hingebracht.
Noch spannender wird es, wenn das Fahrzeug gerade niemand aus der Familie benötigt. Dann steht es nicht 20 Stunden am Tag auf einem Parkplatz herum, sondern könnte theoretisch Teil eines Robotaxi-Netzwerks werden und Geld verdienen, während der Besitzer es selbst nicht braucht. Genau diese Vision verfolgt Tesla schon seit Jahren. Ob und wann sie für private Besitzer tatsächlich in dieser Form Realität wird, ist allerdings noch offen.
Natürlich stehen noch viele Fragen im Raum: Sicherheit, Zulassung, Haftung und vor allem die Frage, wie zuverlässig solche Fahrzeuge im ganz normalen Straßenchaos funktionieren. Auch die US-Verkehrssicherheitsbehörde beschäftigt sich aktuell mit Teslas Cybercab-Einführung.
Trotzdem finde ich diesen Moment bemerkenswert. Wir reden seit Jahrzehnten über selbstfahrende Autos. Jetzt fährt in Texas ein Auto zahlende Fahrgäste durch Austin, das gar nicht mehr dafür vorgesehen ist, von einem Menschen gefahren zu werden.
Und Elon Musk? Für mich ist er inzwischen so etwas wie der Einstein der Gegenwart. Nicht weil er alles selbst erfindet oder mit allem richtigliegt. Sondern weil er immer wieder Dinge anstößt, die vorher wie Science-Fiction klingen – Elektroautos, wiederverwendbare Raketen, Satelliteninternet, humanoide Roboter und jetzt Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale.
Manches davon kann scheitern. Manches kommt Jahre später als angekündigt. Aber diese Fähigkeit, völlig neu zu denken und daraus reale Produkte entstehen zu lassen, fasziniert mich.
Mein Senf dazu: Das Cybercab ist für mich nicht einfach ein neues Auto. Es könnte der Anfang einer völlig anderen Art von Mobilität sein.
Quellen:
Tesla – Cybercab FAQ
Reuters – Cybercab-Start in Austin






