Die Schulter zwingt mich zur Trainingspause

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Eigentlich hatte ich gehofft, dass sich die Sache mit meiner Schulter nach ein paar Tagen wieder erledigt. Ein bisschen Ruhe, Training auslassen und dann langsam wieder anfangen. So zumindest meine Vorstellung. Inzwischen ist klar, dass ich mich damit verschätzt habe.

Am fünften Tag bin ich schließlich zum Arzt gegangen. Ich bekam eine Spritze in die Schulter und zusätzlich Medikamente. Direkt danach wurde es tatsächlich besser und für kurze Zeit dachte ich, dass es jetzt vielleicht schnell bergauf geht. Leider hielt die Erleichterung nicht lange an. Die Schmerzen kamen zurück und inzwischen spüre ich sie nicht mehr nur in der Schulter, sondern teilweise im ganzen Arm. Besonders unangenehm ist, dass ich die Schulter mittlerweile nicht einmal mehr nur bei bestimmten Bewegungen merke. Ganz normale Dinge im Alltag sind zum Problem geworden. Am Schreibtisch eine halbwegs angenehme Position zu finden, ist momentan fast unmöglich und selbst das Klicken mit der Maus verursacht Schmerzen.

Noch schlimmer sind mittlerweile die Nächte. Ich schlafe extrem schlecht und wache immer wieder mit starken Schmerzen auf, vermutlich weil ich mich im Schlaf auf die Seite drehe und dabei die Schulter belaste. Dazu kommt etwas, das wahrscheinlich auch mit dem ständigen Aufwachen zu tun hat: Im Halbschlaf arbeitet mein Kopf einfach weiter. Dann beschäftige ich mich plötzlich mit irgendwelchen Dingen rund um die Website, träume von Spalten und Containern und bekomme diese Gedanken nicht mehr richtig aus dem Kopf. Erst wenn ich aufstehe, verschwinden sie wieder. Das klingt vielleicht etwas kurios, ist nach mehreren solchen Nächten aber vor allem anstrengend.

Aus ein paar Tagen Pause wird eine richtige Zwangspause

Spätestens jetzt ist für mich klar, dass es keinen Sinn mehr hat, darüber nachzudenken, wann ich das nächste Krafttraining machen könnte. Damit muss ich mich erst einmal abfinden. Gerade weil ich in den vergangenen Monaten so konsequent trainiert habe, fällt mir diese Pause schwer. Ich war in einem guten Rhythmus, konnte meine Entwicklung verfolgen und hatte eigentlich vor, genau so weiterzumachen.

Erst vor Kurzem habe ich hier darüber geschrieben, warum für mich Kontinuität wichtiger geworden ist als Perfektion. Jetzt wird genau diese Kontinuität unfreiwillig unterbrochen. Aber vielleicht gehört auch das dazu. Kontinuität kann schließlich nicht bedeuten, um jeden Preis weiterzumachen. Wenn schon normales Sitzen am Schreibtisch, das Arbeiten mit der Maus und mittlerweile sogar das Schlafen zum Problem werden, brauche ich über Gewichte momentan nicht nachzudenken.

Also bleibt das Krafttraining vorerst aus. Wie lange, weiß ich nicht.

Vielleicht etwas Cardio – aber erst einmal abwarten

Wenn es möglich ist und die Schulter beziehungsweise der Arm dabei keine Probleme machen, würde ich zumindest gerne etwas Cardio machen. Einfach um mich weiterhin ein wenig zu bewegen und nicht komplett aus meinem bisherigen Rhythmus herauszukommen. Aber auch daraus möchte ich jetzt keinen neuen Trainingsplan machen. Im Moment ist wichtiger, dass die Schulter wirklich ausheilt.

Nach den vergangenen Tagen habe ich wenig Interesse daran, durch Ungeduld aus einer Verletzung, die ohnehin schon hartnäckiger ist als gedacht, eine noch längere Geschichte zu machen. Wann ich wieder mit Krafttraining anfangen kann, kann ich heute nicht sagen. Vielleicht geht es schneller als momentan gedacht, vielleicht dauert es länger. Das muss ich diesmal einfach akzeptieren.

Nicht der Fortschritt, den ich dokumentieren wollte

Natürlich hätte ich auf dieser Website lieber über steigende Trainingswerte, Fortschritte und die nächsten Ziele geschrieben. Aber wenn ich meinen Weg hier ehrlich dokumentieren möchte, gehören solche Phasen genauso dazu. Im Moment gibt es keine neue Bestleistung und keinen gelungenen Trainingsblock. Stattdessen gibt es eine Schulter, die nicht mitspielt, Schmerzen, die inzwischen bis in den Arm ziehen, ziemlich schlechte Nächte und eine Trainingspause, die ich mir nicht ausgesucht habe.

Das ist gerade der Stand. Jetzt heißt es für mich erst einmal, das Krafttraining zu vergessen, die Sache ausheilen zu lassen und nicht zu versuchen, ein paar Tage zu gewinnen, die mich am Ende vielleicht Wochen kosten. Wann es weitergeht, weiß ich noch nicht – und genau deshalb lasse ich es diesmal auch offen.

Update, 18. August 2026

Gestern sollte endlich das MRT meiner Schulter gemacht werden. Leider musste die Untersuchung abgebrochen werden, weil ich ausgerechnet in der Position in der Röhre so starke Schmerzen hatte, dass ich die Schulter nicht lange genug ruhig halten konnte. Die Ärztin meinte anschließend, ich sollte ins Krankenhaus gehen, dort eine Nacht bleiben und mit entsprechend starken Schmerz- und Beruhigungsmitteln das MRT durchführen lassen. Das habe ich erst einmal abgelehnt, weil mir dieser Schritt im Moment doch etwas übertrieben erscheint.

Stattdessen bekomme ich jetzt für einige Tage täglich eine Stromtherapie bei meinem Hausarzt. Die tut mir momentan gut und ich hoffe, dass sich die Schulter damit endlich beruhigt. Wie lange die Trainingspause noch dauert, weiß ich weiterhin nicht. Natürlich hoffe ich, dass ich bald wieder mit meinem Krafttraining anfangen kann – im Moment muss ich aber weiterhin abwarten, wie sich die Schmerzen entwickeln.

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