Wie sicher sind unsere Daten eigentlich noch?

Es ist schon erschreckend, wie verwundbar ein moderner Staat an ganz unterschiedlichen Stellen sein kann. Gerade erst zeigt der massive Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz, welches Ausmaß so etwas inzwischen annehmen kann. Die Angreifer behaupteten, rund 5,7 Terabyte Daten erbeutet zu haben. Inzwischen wurden gestohlene Daten tatsächlich veröffentlicht; die Behörden prüfen noch, welche Informationen und Personen konkret betroffen sind. Das Land Berlin spricht selbst von einer äußerst schweren Straftat. Berlin.de

Fast gleichzeitig sehen wir, wie angreifbar unsere Stromversorgung sein kann. Innerhalb weniger Tage wurden mehrere Umspannwerke Ziel von Sabotage oder Sabotageversuchen. Die bisherigen Ermittlungen deuten nach Angaben der Behörden auf einen möglichen Einzeltäter hin; ob der Verdächtige tatsächlich für alle Taten verantwortlich ist, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Bei der Tagesschau gibt es dazu den aktuellen Ermittlungsstand. tagesschau.de

Und genau bei solchen Meldungen werde ich hellhörig, wenn gleichzeitig darüber diskutiert wird, immer größere Datenbestände zu verknüpfen. Ich habe mich schon einmal ausführlicher mit der Frage beschäftigt, was ein mögliches europäisches Vermögensregister für uns bedeuten könnte.

Man stelle sich einmal vor, irgendwann gäbe es tatsächlich eine umfassende Datenbank oder miteinander verknüpfte Register, aus denen hervorgeht, wer welche Immobilien, Bankguthaben, Wertpapiere oder Unternehmensbeteiligungen besitzt. Und dann gelingt Hackern bei einem solchen System etwas Ähnliches wie jetzt in Berlin.

Für Kriminelle wäre das im schlimmsten Fall nicht einfach irgendein Datensatz. Es könnte praktisch eine Landkarte darüber werden, bei wem etwas zu holen ist.

Ich bin nicht gegen Digitalisierung. Im Gegenteil. Aber je mehr sensible Daten ein Staat sammelt und miteinander verbindet, desto größer wird auch seine Verantwortung, diese Informationen wirklich schützen zu können. Die vergangenen Tage zeigen mir jedenfalls, dass wir uns bei dieser Frage nicht einfach mit einem „Das wird schon sicher sein“ zufriedengeben sollten.
Mein Senf dazu.

Was denkst du darüber? Schreibe mir deine Meinung dazu.

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