Bei den amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs gab es am 3. September einen auffällig starken Handelstag. Insgesamt flossen netto 730,8 Millionen US-Dollar in die Fonds. Das zeigen die aktuellen Daten von Farside Investors. Allein der BlackRock-ETF IBIT kam dabei auf 454 Millionen Dollar, der ARK 21Shares Bitcoin ETF auf 137,7 Millionen und Fidelitys FBTC auf 74,4 Millionen Dollar.
Interessant finde ich vor allem, wie schnell sich das Bild gedreht hat. Noch am 1. September verzeichneten die ETFs zusammen einen Nettoabfluss von 236,5 Millionen Dollar. Bereits einen Tag später kamen wieder 101,1 Millionen Dollar hinein, bevor am 3. September der Sprung auf knapp 731 Millionen folgte. Und inzwischen liegen auch die Zahlen für den 4. September vor: Mit weiteren 174,6 Millionen Dollar Nettozufluss blieb die Richtung zunächst positiv.
Ein starkes Signal, aber noch keine Trendwende
Für mich sind diese Zahlen interessant, aber ich würde daraus noch keine neue Bitcoin-Rally ableiten. Gerade die vergangenen Tage zeigen, wie schnell die ETF-Ströme ihre Richtung ändern können. Entscheidend wird sein, ob über einen längeren Zeitraum weiter Kapital in die Fonds fließt.
Die Größenordnung ist trotzdem bemerkenswert. Seit dem Start der amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs summieren sich die Nettozuflüsse nach den aktuellen Daten von Farside mittlerweile auf rund 55,7 Milliarden Dollar. Farside Investors Damit haben sich die ETFs innerhalb von gut zweieinhalb Jahren zu einem wichtigen Zugang zum Bitcoin-Markt entwickelt.
Auch CoinDesk berichtet über den starken ETF-Tag und ordnet die 731 Millionen Dollar als den höchsten Tageszufluss seit Januar ein. Das gesamte Nettovermögen der US-Spot-Bitcoin-ETFs lag nach diesem Handelstag bei rund 103,3 Milliarden Dollar.
Für mich bleiben die ETF-Zuflüsse deshalb eine Zahl, auf die ich beim Bitcoin-Markt regelmäßig schaue. Sie sagen nicht voraus, wohin der Kurs morgen läuft. Sie zeigen aber ziemlich deutlich, ob über diese regulierten Produkte gerade größere Summen in Bitcoin hinein- oder wieder herausfließen.
Die knapp 731 Millionen Dollar vom 3. September und weitere 175 Millionen am folgenden Tag sind jedenfalls ein deutliches Lebenszeichen. Ob daraus ein längerfristiger Trend wird, werden die kommenden Wochen zeigen.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.





