70 Minuten Indoor-Cycling
Heute schwang ich mich erneut auf mein Indoor-Bike. Nachdem ich bei den beiden letzten Einheiten jeweils nach 20 Kilometern abgestiegen war, wollte ich diesmal noch etwas drauflegen.
Das fehlende Sitzfleisch war allerdings weiterhin deutlich zu spüren. Deshalb faltete ich ein Handtuch zusammen, legte es auf den Sattel und biss die Zähne zusammen. Ganz bequem wurde das Training dadurch zwar nicht, aber diesmal hielt ich fünf Kilometer länger durch.
Am Ende standen 25 Kilometer auf der Garmin-Uhr. Damit habe ich mein vorheriges Ergebnis gesteigert, auch wenn sich mein Hintern an das Indoor-Cycling offensichtlich noch immer gewöhnen muss.
📊 Die wichtigsten Trainingsdaten
01:10:22
Trainingsdauer
576
Kalorien
25,00
Distanz in km
21:30
Ø Pace min/km
21:30
Max. Pace km/h
127 bpm
Ø Herzfrequenz
84
Belastungswert
3,1
Aerob
🔄 Mein altes Indoor-Bike reicht für seinen Zweck
Mein Indoor-Bike ist ein sehr altes und einfaches Modell. Ich habe es bereits vor ungefähr zehn Jahren günstig gekauft. Da ich es normalerweise nicht besonders häufig benutze, reicht es für meine Zwecke trotzdem vollkommen aus.
Große Anzeigen, Programme oder moderne Trainingsfunktionen besitzt es nicht. Dafür stehen acht Widerstandsstufen zur Verfügung. Während des Trainings wechsle ich alle fünf Minuten zwischen den Stufen 6, 7 und 8.
Auf Stufe 8 muss ich schon ganz ordentlich in die Pedale treten. Trotzdem gelingt es mir, die Geschwindigkeit während der Wechsel weitgehend gleich zu halten. Genau dieser regelmäßige Wechsel macht die Einheit abwechslungsreicher und fordert meine Beine unterschiedlich stark.
Heute absolvierte ich die 25 Kilometer in 1:10:22 Stunden. Meine durchschnittliche Geschwindigkeit lag bei 21,3 km/h. Damit war ich nur geringfügig langsamer als bei den beiden vorherigen 20-Kilometer-Einheiten, obwohl ich diesmal ungefähr 15 Minuten länger im Sattel blieb.
📊 Garmin-Auswertung
📈 Datenanalyse
Garmin bewertet das Training als leicht aerobes Basistraining. Der aerobe Training Effect lag bei 3,1 und wird als positive Auswirkung auf meine aerobe Fitness eingeordnet. Erstmals bei meinen aktuellen Indoor-Cycling-Einheiten zeigte Garmin mit 1,3 auch einen geringen anaeroben Nutzen an.
Meine durchschnittliche Herzfrequenz lag bei 127 Schlägen pro Minute, der höchste gemessene Wert bei 153. Über weite Teile der Einheit verlief die Herzfrequenz relativ gleichmäßig. Einzelne höhere Ausschläge passen zu den Abschnitten mit stärkerem Widerstand.
Der Belastungswert von 84 war etwas höher als bei meiner Einheit vom 20.08., bei der Garmin einen Wert von 79 ermittelt hatte. Damals fuhr ich 20 Kilometer in 55:29 Minuten. Heute kamen bei einer sehr ähnlichen Durchschnittsgeschwindigkeit fünf Kilometer und knapp 15 Minuten Trainingszeit hinzu.
Die Stamina sank von 99 Prozent zu Beginn auf 83 Prozent am Ende. Der niedrigste erfasste Wert lag bei 75 Prozent. Konditionell war also weiterhin eine Reserve vorhanden. Wie schon bei den vorherigen Einheiten war der Sattel die unangenehmere Herausforderung.
Diese Entwicklung lässt sich auch in meiner langfristigen Übersicht der Garmin-Daten und Trainingsfortschritte weiterverfolgen.
Widerstandsstufen, Schweiß und mein Körpergefühl
Nach dem Training war mein T-Shirt fast vollständig durchgeschwitzt. Bei mehr als 70 Minuten Indoor-Cycling und den regelmäßigen Wechseln zwischen den Widerstandsstufen 6, 7 und 8 war das für mich nicht überraschend.
Schwitzen ist zunächst die Kühlfunktion des Körpers und nicht automatisch ein Beweis dafür, dass ein Training besonders gesund oder erfolgreich war. Es zeigte mir heute aber sehr deutlich, dass mein Körper unter Belastung arbeitete. Garmin schätzte meinen Schweißverlust auf 959 Milliliter. Gerade nach einer solchen Einheit ist es für mich wichtig, die verlorene Flüssigkeit wieder zu ersetzen.
Noch wichtiger war heute eine andere Beobachtung: Bei meiner Schulter hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass es tatsächlich besser werden könnte. Die penetranten Schmerzen, die mich in den vergangenen Tagen besonders nach dem Aufstehen begleitet hatten, waren heute deutlich schwächer.
Nach fast zwei Wochen mit Schmerzen ist das zunächst nur ein vorsichtig positives Zeichen. Trotzdem war ich froh, endlich einmal eine spürbare Veränderung in die richtige Richtung wahrzunehmen.
💡 Erkenntnis des Tages
Heute habe ich gemerkt, dass sich eine einfache Trainingsmöglichkeit nicht hinter modernen Geräten verstecken muss. Mein altes Indoor-Bike besitzt gerade einmal acht Widerstandsstufen, erfüllt aber noch immer seinen Zweck.
Mit dem Wechsel zwischen den Stufen 6, 7 und 8 konnte ich meine Beine fordern, die Geschwindigkeit weitgehend halten und erstmals 25 Kilometer absolvieren. Dafür brauchte es heute keine aufwendige Technik – nur ein zusammengefaltetes Handtuch, etwas Geduld und die Bereitschaft, noch fünf Kilometer länger im Sattel zu bleiben.
🔄 Regeneration & Ausblick
Die erste leichte Besserung meiner Schulter stimmt mich vorsichtig optimistisch. Trotzdem werde ich nicht sofort wieder mit dem Krafttraining beginnen. Die Verletzung, die beim Krafttraining vom 08.08.2026 entstanden ist, hat mich lange genug eingeschränkt, um beim Wiedereinstieg nichts zu überstürzen.
Bis mehr Klarheit über die Schulter besteht und die Schmerzen weiter zurückgehen, bleiben Cardioeinheiten mein Schwerpunkt. Das Indoor-Bike bietet mir dafür trotz seines Alters eine gute Möglichkeit. Nach zweimal 20 Kilometern waren es heute 25. Der nächste Schritt in Richtung 30 Kilometer ist damit gemacht – nur mein Sitzfleisch muss noch mitspielen.




