🌫️ Der Herbst ist da – meine Trainingszeit verlagert sich wieder nach drinnen
Heute Morgen lagen dichter Nebel über dem Tal und die Temperatur betrug nur noch sechs Grad. Der Herbst ist endgültig angekommen. Damit beginnt für mich wieder die Zeit, in der ein größerer Teil meines Trainings drinnen stattfinden wird.
Gehen mit den Stöcken bleibt natürlich weiterhin möglich, und im Winter möchte ich auch einige Male Skifahren gehen. Den Großteil meiner sportlichen Aktivitäten werde ich in den kommenden Monaten aber wieder im Trainingsraum absolvieren.
Deshalb stand heute das Laufband auf dem Programm. Dabei fiel mir auf, dass meine letzte Einheit darauf bereits 14 Tage zurücklag. Es wurde also Zeit für ein etwas fordernderes Laufbandtraining.
📊 Die wichtigsten Trainingsdaten
⏱️1:12:25
Trainingsdauer
🔥426
🔥426Kalorien
🚶10,00
🚶10,00Distanz in km
🥾7:15
🥾7:15Ø Pace min/km
🏃3:05
🏃3:05Max. Pace min/km
❤️110
❤️110Ø Herzfrequenz bpm
📊27
📊27Belastungswert
🫁2.1
🫁2.1Aerober Training Effect
🚶 Ohne festes Ziel auf das Laufband
Vor dem Start hatte ich noch kein bestimmtes Trainingsziel festgelegt. Ich wollte zunächst sehen, wie meine aktuelle Verfassung ist.
Eine Möglichkeit wären sechs bis acht Kilometer Laufen gewesen. Alternativ wollte ich zehn Kilometer oder vielleicht sogar etwas mehr in schnellem Gehtempo absolvieren.
Am Ende entschied ich mich für schnelles Gehen. Über den größten Teil der Strecke bewegte ich mich mit einer am Laufband eingestellten Geschwindigkeit zwischen 8,2 und 8,5 km/h. Dieses Tempo forderte mich bereits ordentlich, ließ sich aber gleichmäßig durchhalten.
Auf den letzten eineinhalb Kilometern baute ich drei kurze Sprints über jeweils ungefähr 250 Meter ein. Dadurch entstand zum Abschluss noch einmal ein deutlich intensiverer Reiz.
📊 Garmin-Auswertung
📈 Garmin-Auswertung
Garmin ordnete die Einheit als leicht aerobes Basistraining ein. Der aerobe Training Effect lag bei 2,1 und wurde als Formerhalt bewertet. Der anaerobe Wert blieb trotz der drei kurzen Sprints bei 0,0. Der Belastungswert betrug lediglich 27.
Meine durchschnittliche Herzfrequenz wird mit 110 Schlägen pro Minute angegeben, der höchste Wert mit 138. Die Stamina sank während der gesamten Einheit nur von 100 auf 94 Prozent.
Diese Werte vermitteln das Bild einer vergleichsweise lockeren Belastung. Das passt allerdings nicht vollständig zu meinem persönlichen Eindruck. Schnelles Gehen mit bis zu 8,5 km/h über eine längere Zeit fordert mich durchaus. Durch die drei Sprints wurde die Einheit am Ende zusätzlich intensiver.
Auch Garmins automatische Laufen-Gehen-Erkennung passt nicht zum tatsächlichen Ablauf. Sie weist 1:11:56 Stunden als Laufzeit und nur 18 Sekunden als Gehzeit aus. Tatsächlich bin ich den größten Teil der zehn Kilometer schnell gegangen und lediglich dreimal kurz gesprintet.
❤️ Zweifel an der gemessenen Herzfrequenz
Heute hatte ich das Gefühl, dass Garmin meinen Puls mit angezogener Handbremse gemessen hat. Auf den ersten 8,5 Kilometern stieg die angezeigte Herzfrequenz kaum über ungefähr 110 Schläge pro Minute.
Das erscheint mir für durchgehendes schnelles Gehen mit 8,2 bis 8,5 km/h ungewöhnlich niedrig. Erst während der drei Sprints am Ende ging die Kurve sichtbar nach oben. Selbst dort erfasste Garmin lediglich einen Höchstwert von 138, der laut Anzeige weiterhin im grünen Bereich lag.
Gerade bei diesen kurzen, deutlich intensiveren Abschnitten hätte ich nach meinem Körpergefühl eine stärkere Reaktion erwartet. Deshalb betrachte ich die heutige durchschnittliche Herzfrequenz, den Belastungswert und den daraus berechneten Training Effect mit Vorsicht.
⌚ Auffällige Messungen am Laufband kenne ich bereits
Eine fragwürdige Pulsmessung ist mir beim Laufbandtraining nicht zum ersten Mal aufgefallen. Teilweise passiert sogar das genaue Gegenteil: Die Uhr zeigt unmittelbar nach dem Start ohne große Anstrengung plötzlich mehr als 140 Schläge pro Minute an. Erst nach zehn oder 15 Minuten fällt der Wert abrupt auf einen Bereich zurück, der wesentlich besser zu meinem tatsächlichen Belastungsgefühl passt.
Heute blieb die Anzeige dagegen über lange Zeit auffällig niedrig.
Ich vermute, dass der Sitz der Uhr dabei eine Rolle spielen könnte. Wenn das Armband nicht exakt an der richtigen Stelle oder nicht mit dem passenden Druck am Handgelenk anliegt, scheinen die Messungen zeitweise nicht zuverlässig zu sein.
Belegen kann ich diese Vermutung mit der heutigen Einheit allein nicht. Die Verbindung aus ungewöhnlicher Kurve und deutlich abweichendem Körpergefühl reicht für mich aber aus, um die Pulswerte nicht einfach ungeprüft als exakte Abbildung meiner Belastung zu übernehmen.
🔍 Körpergefühl und Garmin-Daten passen heute nicht vollständig zusammen
Die Distanz, die Trainingszeit und die Pace passen zu meinem tatsächlichen Trainingsablauf. Zehn Kilometer in 1:12:25 Stunden ergeben eine durchschnittliche Pace von 7:15 Minuten pro Kilometer. Auch die beste Pace von 3:05 Minuten pro Kilometer lässt sich durch die kurzen Sprints am Ende erklären.
Bei der Herzfrequenz, der automatischen Laufen-Gehen-Erkennung und den daraus abgeleiteten Belastungswerten bleiben dagegen Zweifel.
Garmin kann nur das auswerten, was seine Sensoren zuvor erfassen. Wenn die Herzfrequenz zeitweise nicht richtig gemessen wurde, können auch Training Effect, Belastungswert und Intensitätsminuten meine tatsächliche Anstrengung nur eingeschränkt wiedergeben.
Genau deshalb verbinde ich in meiner langfristigen Übersicht die Garmin-Daten mit meiner eigenen Trainingswahrnehmung. Eine Zahl allein erzählt nicht immer die vollständige Geschichte einer Einheit.
💡 Meine Erkenntnis des Tages
Nach 14 Tagen ohne Laufband war die heutige Einheit ein guter Wiedereinstieg. Zehn Kilometer schnelles Gehen mit drei kurzen Sprints zum Abschluss waren genau die richtige Entscheidung.
Gleichzeitig hat mir das Training erneut gezeigt, dass ich mich nicht blind auf jeden einzelnen Garmin-Wert verlassen sollte. Wenn mein Körpergefühl und die aufgezeichneten Daten deutlich voneinander abweichen, muss ich diese Abweichung in meiner Auswertung berücksichtigen.
Die zehn Kilometer und die eingestellten Geschwindigkeiten sind eindeutig. Wie hoch meine tatsächliche Herzfrequenz während der einzelnen Abschnitte war, lässt sich aus der heutigen Aufzeichnung dagegen nicht sicher ableiten.
🔄 Ausblick auf mein Training im Herbst und Winter
Mit den kalten und nebligen Morgenstunden wird das Laufband in den nächsten Monaten wieder häufiger zum Einsatz kommen. Auch das Indoor-Bike und mein reduziertes Krafttraining werden einen größeren Teil meines Trainingsalltags ausmachen.
Für die kommenden Laufbandeinheiten möchte ich stärker darauf achten, wie und wo die Uhr am Handgelenk sitzt. Vielleicht lässt sich dadurch erkennen, ob die auffälligen Messungen tatsächlich mit der Position oder dem Druck des Armbands zusammenhängen.
Sportlich bin ich mit der heutigen Einheit zufrieden. Zehn Kilometer schnelles Gehen und drei Sprints zum Abschluss waren nach zwei Wochen Laufbandpause eine fordernde, aber gut kontrollierbare Rückkehr.




